Wie so viele andere Blogger/innen möchte auch ich mich an der Aktion von Johanna von Pinkepank beteiligen und die 1000 Fragen an mich selbst beantworten, denn es passt hervorragend in meine momentane Lebenssituation. Das aktuelle Jahr steht nämlich irgendwie im Zeichen der selbstfindung und vielleicht hilft die Beantwortung der Fragen ja meinen zukünftigen beruflichen Weg ein wenig deutlicher zu sehen.

Ich hinke ein wenig hinterher. Deswegen werde ich versuchen, die ersten 60 Fragen in der nächsten Woche zu beantworten und dann folgen jede Woche die neuen 20 Fragen. Mal sehen ob ich bis zum Schluss durchhalte und was es mir am Ende gebracht hat.

Woher ich komme

Meinen Abschluss habe ich in Kunstgeschichte und bevor ich die Granate bekam, war ich mit meiner Promotion angefangen. Ich war Feuer und Flamme für mein Thema und noch einen Monat bevor ich erfuhr, dass ich schwanger bin, für ein Wochenende in London um mir eine Ausstellung anzuschauen. Großer Plan war, nach den ersten 1,5 – 2 Lebensjahren der Granate wieder mit der Promotion zu beginnen. Dann erfuhr ich, dass ich erneut schwanger war und musste mich neu sortieren. Trotzdem war irgendwie klar, dass die Promotion weiter aufgeschoben werden musste.

Vielleicht war es mir da unterbewusst schon klar, dass das im Grunde das aus für die Promotion bedeutet, aber nach der Geburt des Krümels waren erstmal andere Sachen wesentlich wichtiger. Ich redete zwar hin und wieder mit meinem Mann darüber und er hätte mich voll unterstützt, wenn ich hätte weitermachen wollen, aber der Großteil von mir wollte nicht mehr. Es war nicht so, dass ich eines Tages die Entscheidung getroffen habe, die Promotion abzubrechen, sondern eher ein schleichender Prozess. Es war ein Traum von mir: promovieren und an der Uni oder einem Institut forschen – und dann kam das Leben dazwischen. Vielleicht gibt es Frauen, die das wuppen, zwei kleine Kinder und die Karriere angehen, aber mir war klar, dass ich es nicht schaffen würde.

Wohin ich gehe…

… kann ich ehrlich gesagt noch gar nicht sagen. Ich habe eine gewisse Ahnung, was mir zukünftig Spaß machen könnte, bzw. was ich mir beruflich für den Rest meines Lebens vorstellen könnte. Ich habe eine unglaubliche Freude an der Arbeit mit Babys und kleinen Kindern, freue mich aber auch, wenn ich Müttern aus meiner Krabbelgruppe beratend zur Seite stehen kann. Also irgendwie wird es wohl in diese Richtung gehen, vermutlich.

Ab August geht der Kampfzwerg auch in den Kiga und die Zeit, die ich dann wieder als Freizeit habe, werde ich erstmal für mich nutzen um nach dieser schwierigen Zeit wieder zu mir zu finden und vermutlich auch das ein oder andere Praktikum absolvieren. Vielleicht ändert sich mein Fokus dann beruflich aber auch nochmal. Ganz mit Sicherheit kann ich es jetzt nicht sagen. Da kommen die 1000 Fragen an mich selbst gerade richtig, um mich wieder besser kennen zu lernen und vielleicht eine Richtung erkennen, in die es in Zukunft gehen wird.

1000 Fragen an mich selbst – #1

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?                                                                            Ich glaube das war tatsächlich im November letzten Jahres als ich mit dem Bloggen gestartet bin.

  2. Mit wem verstehst du dich am besten?                                                                                                      Mit meiner besseren Hälfte.

  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?                                                                                                     Im Internet surfen ohne ein wirkliches Ziel zu haben.

  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?                                                                      Situationskomik. Ich liebe Situationskomik.

  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen Weinen musst?                               Eigentlich bin ich ein offener Mensch und sollte deswegen vermutlich kein Problem damit haben. Allerdings finde ich es wirklich furchtbar vor anderen zu weinen. Mein Mann bildet da die große Ausnahme.

  6. Woraus besteht dein Frühstück?                                                                                                           Kaffee, Brötchen mit Marmelade und Aufschnitt und meist noch etwas Obst und/oder Gemüse.

  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?                                                                                       Meinem Mann.

  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?                                                                                      Puh, mal überlegen… ich glaube, meine Impulsivität habe ich noch am ehesten von ihr.

  9. Was machs du morgens als erstes?                                                                                                      Kaffee kochen oder den Kampfzwerg knuddeln.

  10. Kannst du gut vorlesen?                                                                                                                                   Ja, denke schon. Verstellte Stimmen und unterschiedliche Betonungen gehört auf jeden Fall dazu.

  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?                                                       Das weiß ich überhaupt nicht mehr. Ich schätze irgendwann in der Grundschule war Schluss damit.

  1. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?                                                                                            Ein Pferd, das sehe ich aber weniger als materiellen Besitz an. Also passt zu der Frage wohl eher ein MacBook.

  2. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?                                                                                         Ich wäre wirklich gerne gelassener.

  1. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?                                                                                            Ich hab nicht eine Lieblingssendung, ich habe viele, die ich richtig gerne sehe.

  2. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?                                                                   Im Spätsommer mit meinen Kindern und Freunden von uns.

  3. Wie alt möchtest du gerne werden?                                                                                                           Ein bestimmtes Alter habe ich nicht. Wichtiger ist mir, dass es mir dabei gut geht und ich nicht fremdbestimmt in irgendeinem trostlosen Zimmer dahinvegetieren muss. Ich habe lange Zeit in einem Seniorenheim gearbeitet und hab einiges gesehen, was ich mir für mich nicht wünsche.

  4. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?                                                                                  An unsere Hochzeitsreise. Zwei Wochen mit dem Auto durch Irland und die atemberaubende Natur genießen.

  5. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?                                                                                            Schwarz und Vernichtend. Ein Gefühl, dass ich hoffentlich nie wieder spüren muss.

  6. Hättest du lieber einen anderen Namen?                                                                                                 Hm, eigentlich nicht. Ich würde mir manchmal wünschen, dass ich Jennifer und nicht Jenny genannt werde, aber das sitzt irgendwie so drin, dass ich es selber nicht mehr so wirklich ändern kann.

  7. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?                                                                   Die Frage ist wohl eher bei welcher Gelegenheit ich nicht an mir selbst gezweifelt habe. Klar, die Entscheidung zwischen Wurst oder Käse schaffe ich ohne Selbstzweifel, aber bei wirklich wichtigen Sachen überlege ich eigentlich immer, ob ich das schaffe, dem gewachsen bin, das richtig mache, etc.

So, das waren sie, die ersten zwanzig Fragen. In ein paar Tagen kannst du deiner Neugier dann weiter stillen.

Herzlichst

Deine JennyPenny